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CJC-1295 ohne DAC und CJC-1295 mit DAC: der Unterschied im Forschungsvergleich

CJC-1295 mit und ohne DAC teilen dieselbe Kernsequenz. Dieser Vergleich erklärt Albuminbindung, Halbwertszeit und Forschungseinordnung.

Aktualisiert am 14. Juli 2026 7 Min. Lesezeit
Diagramm: Was ist CJC-1295? Schematische Einordnung von GHRH, hGRF(1-29), ConjuChem und Stabilität.
Schematische Einordnung von CJC-1295 zu GHRH, hGRF(1-29), ConjuChem und Stabilität.

Das Wichtigste in Kürze

  • CJC-1295 ist ein synthetisches GHRH-Analogon, das in der Forschung zu Wachstumshormon-Signalwegen untersucht wird. Beide Varianten teilen dieselbe Kernsequenz.
  • DAC steht für Drug Affinity Complex, einen molekularen Zusatz, der an Serumalbumin bindet und die Verweildauer im Plasma in Modellsystemen verlängert.
  • In einer klinischen Untersuchung lag die geschätzte Halbwertszeit der DAC-Variante bei 5,8 bis 8,1 Tagen, während die Form ohne DAC deutlich kürzer im Plasma verbleibt.
  • Alle hier genannten Befunde stammen aus Labor- und Modellstudien. Die Produkte sind ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt, nicht für die Anwendung am Menschen oder am Tier.

Der Unterschied zwischen CJC-1295 ohne DAC und CJC-1295 mit DAC ist eine der häufigsten Fragen zu diesem GHRH-Analogon. Beide Formen beruhen auf derselben Peptidsequenz. Der einzige strukturelle Unterschied ist ein Zusatz, der Drug Affinity Complex (DAC), der das Verhalten der Substanz in Forschungsmodellen verändert. Dieser Überblick erklärt, was CJC-1295 ist, was der DAC bewirkt und wie die beiden Varianten in der wissenschaftlichen Literatur eingeordnet werden.

Was ist CJC-1295?

CJC-1295 ist ein synthetisches Analogon des Wachstumshormon-freisetzenden Hormons (GHRH, growth hormone-releasing hormone), das in der Forschung als Wachstumshormon-Sekretagogon untersucht wird. Ein Sekretagogon ist eine Substanz, die eine Zelle zur Ausschüttung eines Botenstoffs anregt.

Die Verbindung leitet sich von den ersten 29 Aminosäuren des natürlichen GHRH ab. Diese verkürzte Sequenz, hGRF(1-29), gilt als der kürzeste funktionelle Abschnitt, der die Freisetzung von Wachstumshormon aus Zellen der Hirnanhangsdrüse in Modellsystemen auslösen kann. CJC-1295 wurde von der Firma ConjuChem als langlebiges GRF-Analogon entwickelt und ist Teil der Klasse der Wachstumshormon-Sekretagoga, zu der auch verwandte Forschungspeptide gehören.

Natürliches GHRH wird im Körper innerhalb von Minuten abgebaut. Um diese kurze Verweildauer zu verändern, wurde die Sequenz an mehreren Positionen angepasst, sodass sie im Plasma stabiler ist.

Was bedeutet DAC bei CJC-1295?

DAC steht für Drug Affinity Complex, einen molekularen Zusatz, der an Serumalbumin im Blut bindet. Albumin ist das häufigste Transportprotein im Plasma, und die Bindung an dieses Protein verlangsamt den Abbau des Peptids in Forschungsmodellen.

In der ursprünglichen Arbeit zu dieser Substanz wurde der DAC als Maleimido-Gruppe beschrieben, die über einen Lysin-Linker am C-Terminus des Peptids angebracht ist. Diese Gruppe reagiert mit einer freien Bindungsstelle des Albumins und koppelt das Peptid kovalent an das Transportprotein. Der Begriff DAC:GRF wird in der Literatur ebenfalls für diese Konstruktion verwendet.

Der DAC verändert nicht, wie stark das Peptid an seinen Rezeptor bindet. Er verändert, wie lange es in Modellsystemen im Kreislauf verbleibt.

Worin unterscheiden sich CJC-1295 ohne DAC und CJC-1295 mit DAC?

Beide Varianten besitzen dieselbe Kernsequenz und binden an denselben Rezeptor. Der einzige Unterschied ist der DAC-Zusatz, der bei der mit-DAC-Form vorhanden ist und bei der ohne-DAC-Form fehlt. Dieser Unterschied wirkt sich auf die Verweildauer im Plasma in Forschungsmodellen aus.

MerkmalCJC-1295 ohne DACCJC-1295 mit DAC
Kernsequenztetrasubstituiertes hGRF(1-29)tetrasubstituiertes hGRF(1-29)
DAC-Gruppenicht vorhandenLysin-gebundener Maleimido-Zusatz am C-Terminus
Albuminbindungkeinekovalente Bindung an Serumalbumin
Verweildauer im Plasma (Modell)kurzverlängert
Forschungseinordnungkurzes Signal in Modellenanhaltende Plasmapräsenz in Modellen

Die Form ohne DAC wird in Teilen der Literatur auch als Modified GRF (1-29) bezeichnet. Detailprofile zu beiden Varianten finden sich in den Lexikoneinträgen zu CJC-1295 ohne DAC und CJC-1295 mit DAC.

Warum verändert der DAC die Halbwertszeit?

Der DAC verlängert die Halbwertszeit, weil er das Peptid kovalent an Serumalbumin bindet und es so vor dem enzymatischen Abbau schützt. Ein Molekül, das an ein großes Transportprotein gekoppelt ist, wird langsamer aus dem Plasma entfernt als ein freies, kurzes Peptid.

In der Arbeit von Jetté und Kollegen wurde dieser Mechanismus im Tiermodell gezeigt. Die Albuminkonjugation führte bei Ratten zu einer deutlich längeren Verweildauer im Plasma im Vergleich zum unveränderten hGRF(1-29). Die Halbwertszeit beschreibt die Zeit, in der die Konzentration einer Substanz im Plasma auf die Hälfte absinkt. Bei der Form ohne DAC ist dieser Zeitraum kurz, weil die Bindung an Albumin fehlt.

Was zeigt die Studienlage zu CJC-1295?

Die menschliche Pharmakokinetik von CJC-1295 wurde vor allem in einer Untersuchung von Teichman und Kollegen beschrieben, die in zwei randomisierten, placebokontrollierten und doppelblinden Studien mit ansteigender Dosis durchgeführt wurde. Nach einer einzelnen Gabe stiegen die mittleren Wachstumshormonwerte um das 2- bis 10-Fache über 6 oder mehr Tage, und die Werte des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1 (IGF-1) stiegen um das 1,5- bis 3-Fache über 9 bis 11 Tage. Die geschätzte Halbwertszeit lag in dieser Studie bei 5,8 bis 8,1 Tagen.

Eine begleitende Analyse von Ionescu und Frohman untersuchte, wie das Wachstumshormon dabei ausgeschüttet wird. Sie zeigte, dass die pulsatile Sekretion auch unter anhaltender Stimulation erhalten blieb. Das Hormon wurde also weiterhin in einzelnen Schüben freigesetzt und nicht in einem gleichmäßigen Dauerstrom.

Der zugrunde liegende Rezeptorweg wurde zusätzlich in einem GHRH-Knockout-Modell an Mäusen bestätigt, bei denen eine einmal tägliche Gabe das Wachstum normalisierte. Diese Befunde stammen aus klinischen Studien und Tiermodellen. Sie beschreiben das Verhalten der Substanz im Forschungskontext und lassen keinen Rückschluss auf Ergebnisse außerhalb dieser Modelle zu.

Wie unterscheidet sich der Aufbau beider Varianten?

Beide Varianten teilen dieselbe tetrasubstituierte Kernsequenz, und nur die mit-DAC-Form trägt zusätzlich die Albumin-bindende Gruppe. Tetrasubstituiert bedeutet, dass vier Aminosäuren der ursprünglichen Sequenz ausgetauscht wurden.

In der Charakterisierung der Substanz wurden diese Aminosäureaustausche als D-Ala an Position 2, Gln an Position 8, Ala an Position 15 und Leu an Position 27 beschrieben. Diese Anpassungen erhöhen die Stabilität der Sequenz gegenüber dem enzymatischen Abbau. Sie sind in beiden Varianten identisch. Der einzige zusätzliche Bestandteil der mit-DAC-Form ist die am C-Terminus angebrachte Maleimido-Gruppe, die die kovalente Bindung an Albumin ermöglicht. Die ohne-DAC-Form besitzt diese Gruppe nicht und verbleibt daher kürzer im Plasma.

Welche Variante wird in welchem Forschungskontext eingeordnet?

Die Auswahl zwischen beiden Varianten richtet sich in der Literatur nach der Forschungsfrage, nicht nach einer Anwendungsempfehlung. Ein kurzes, klar begrenztes Signal in einem Modellsystem und eine anhaltende Plasmapräsenz sind unterschiedliche Ausgangsbedingungen für unterschiedliche Fragestellungen.

Die Form mit DAC wird in Kontexten eingeordnet, in denen eine verlängerte Plasmapräsenz untersucht wird. Die Form ohne DAC wird eingeordnet, wenn ein kürzeres, an das natürliche Ausschüttungsmuster angelehntes Signal im Vordergrund steht. Diese Einordnung beschreibt ausschließlich den wissenschaftlichen Modellkontext. Peptide Bestellung stellt keine Dosierungsangaben, Anwendungsprotokolle oder Hinweise zur Verwendung am Menschen oder am Tier bereit.

Worauf bei der Dokumentation von Forschungspeptiden zu achten ist

Bei Forschungspeptiden ist die Dokumentation ebenso wichtig wie die Substanz selbst. Wir sehen es als zentralen Punkt, dass eine Reinheitsangabe nicht als bloße Prozentzahl steht, sondern durch chargenspezifische Nachweise gestützt wird.

Drei Dokumenttypen sind dabei üblich. Das Analysezertifikat (COA, Certificate of Analysis) fasst Identität, Charge und Prüfmethode eines Produkts zusammen. Die Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) trennt die Bestandteile einer Probe auf und macht den Reinheitsgrad messbar. Die Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie (LC-MS) prüft zusätzlich die Identität über die Molekülmasse. Produkte mit einer angegebenen Reinheit über 99% werden bei uns nur dann so ausgewiesen, wenn die zugehörige chargenspezifische Dokumentation dies stützt. Wie sich diese Dokumente lesen lassen, erklärt der Beitrag zu COA und HPLC.

CJC-1295 bei Peptide Bestellung

Beide Varianten sind bei Peptide Bestellung für Forschungs- und Laborzwecke erhältlich. CJC-1295 ohne DAC wird in den Packgrößen 5 mg für €44.00 und 10 mg für €64.00 geführt. CJC-1295 mit DAC ist in der Packgröße 5 mg für €64.00 erhältlich.

Für Bestellungen über €100 ist der Versand kostenfrei. Alle Produkte sind ausschließlich für wissenschaftliche Forschung, Laboranalyse und Qualitätskontrolle bestimmt und nicht für die Anwendung am Menschen oder am Tier vorgesehen. Die Produktseiten zu CJC-1295 ohne DAC und CJC-1295 mit DAC enthalten die jeweiligen Spezifikationen und den Bezug zur verfügbaren Dokumentation.

Fazit

Der Unterschied zwischen CJC-1295 ohne DAC und CJC-1295 mit DAC beruht auf einem einzigen strukturellen Merkmal. Beide Varianten teilen dieselbe GHRH-analoge Kernsequenz, und nur die mit-DAC-Form bindet über den Drug Affinity Complex an Serumalbumin, was ihre Verweildauer im Plasma in Forschungsmodellen verlängert. Die verfügbaren Daten stammen aus klinischen Studien und Modellsystemen und beschreiben das Verhalten der Substanz im Forschungskontext. Die Produkte sind ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke bestimmt.

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